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Schiffswracks
Bei der Trockenlegung von Flevoland kamen Hunderte von Schiffswracks zum Vorschein. Flevoland war früher ein Teil der stark befahrenen Zuiderzee. Tausende von Schiffen fuhren täglich über die Zuiderzee und es kam zu vielen Schiffsunglücken.
So wurden schon bei den ersten Einpolderungsarbeiten bisweilen zehn oder mehr Schiffswracks pro Jahr freigelegt. Der Polderboden war übersät von Wracks! Flevoland ist einer der größten „trockenen“ Schiffsfriedhöfe der Welt. Bisher wurden sage und schreibe 435 Schiffswracks mit fast 33.000 Gegenständen gefunden, gesunken zwischen 1200 und 1900. In den Niederlanden beschäftigt sich ein ganzes Forschungsinstitut nur mit Schiffsarchäologie (RACM Lelystad). Kein Zufall, dass es seinen Sitz in Flevoland hat. Hier kann die Arbeit der Schiffsarchäologen besichtigt werden. Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten sind innen im Nationalen Schiffsarchäologischen Depot ausgestellt und auf dem Außengelände können zwei konservierte Schiffswracks bestaunt werden: ein Transportschiff aus dem 17. Jahrhundert und die ‘Zeehond’, eine 1886 gesunkene Groninger Tjalk. Eines der schönsten Beispiele für gelungene Konservierungsarbeiten ist im Zentrum für Kulturerbe Nieuw Land zu sehen, wo das große Wrack eines sogenannten ‘Ventjagers’ einen Platz in der Ausstellung zur Schiffsarchäologie bekommen hat. Dieses Fischtransportschiff ging um 1710 unter und wurde 1961 in der Nähe des Dorfes Swifterbant entdeckt. Bei Nieuw Land ist auch die Karte ‘Gesunkene Schiffe auf neu gewonnenem Land’, auf der 400 Fundorte von Schiffsüberresten eingetragen sind, mit zugehöriger Radtourenkarte erhältlich.
Nieuw Land, RACM und die nebenan gelegene Bataviawerft lassen die maritime Geschichte Flevolands lebendig werden.
Exkursionen im Flevoland

Natur, Architektur, Gärten ... es werden unzählige Exkursionen angeboten.
Museen und Galerien in Flevoland

Museen für Geschichte und Kunst mit wechselnden Ausstellungen sowie viele Galerien mit moderner Kunst.






